Hm… noch nicht viel los hier, oder?

Stimmt.

Das liegt daran, dass ich gerade erst angefangen habe.

Die Idee, über Asexualität, und was es für mich bedeutet, asexuell zu sein, zu schreiben, trage ich schon seit einer ganzen Weile mit mir herum wie ein halbgelesenes Buch in meiner Handtasche. Aber irgendwie kam dann doch immer noch was dazwischen, busy, busy, busy, Arbeit, Familie, Freunde, Urlaub… ich nehme an, ihr kennt das. Man nimmt sich etwas vor, und schiebt es dann doch vor sich her.

Heute Abend habe ich mich endlich hingesetzt, mit dem guten Vorsatz, mein Wochenende produktiv zu starten. Der Anfnag ist gemacht, los geht’s, aber halt, eigentlich muss ich doch gleich schon wieder woanders hin. Uff. Immer dieser Freizeitstress 😉

Allerdings ist das eine prima Gelegenheit, gleich mal mit dem ersten Vorurteil über Asexuelle aufzuräumen – nein, wir haben leider nicht mehr Zeit als die Masse der Weltbevölkerung, bloß weil die meisten von uns keinen Sex haben. Rein objektiv betrachtet ist das auch eine ziemlich alberne Vorstellung – ich meine, rechnet doch mal nach – wie viel Zeit werden die meisten Leute (Profis mal ausgenommen) wohl so am Tag mit Sex verbringen? Wahrscheinlich nicht wesentlich mehr als mit Duschen. Das mag man jetzt traurig finden oder auch nicht; Fakt ist jedenfalls, dass für mich persönlich kein Sex auch keine Lösung ist – jedenfalls nicht für mein Zeitproblem. Ich bräuchte 48-Stunden Tage um alles zu schaffen, was ich machen möchte. Mindestens.

Mein typischer (Arbeits-)tag sieht so aus:

Ich stehe morgens um sechs auf, und wenn ich richtig gut drauf bin gehe ich dann 30 bis 60 Minuten laufen, häufiger trabe ich allerdings direkt in Küche oder Bad. Duschen, Frühstücken, Kaffee, vielleicht schnell noch die Mails oder die Nachrichten checken, Kram einsammeln, ab ins Büro. Wie viele Büroangestellten arbeite ich dann bis mittags, meistens an einem Schreibtisch, wenn ich nicht grade in irgendeinem Meeting sitze. Dann Mittagspause, zuhause, draußen oder in der Kantine, und das Nachmittagsprogramm. Irgendwann zwischen fünf und sieben gehe ich nach Hause, gehe zum Sport oder treffe Freunde, Abendessen, vielleicht noch ein bisschen was im Haushalt oder am PC machen, und dann entweder mit dem Laptop (ja ich weiß, Serienschauen vor dem Einschlafen verdirbt die Schlafqualität – bite me) oder einem Buch ins Bett.

Darin unterscheide ich mich kaum von meinen heterosexuellen, schwulen oder lesbischen Kolleginnen und Kollegen, single oder verheiratet. Bei denen mit Kindern sieht es nochmal anders aus, aber das ist ja klar. Und die Zeit, die die – mutmaßlich, manche Fragen stellt man seiner Chefin einfach nicht – mit Sex verbringen, fülle ich mühelos mit ein paar Seiten Lektüre, einer Folge Supernatural oder Boston Legal oder – produktiver – einem frischgebackenen Schokokuchen.

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