Asexualität online – QAC

Manche Dinge sind online wesentlich präsenter als offline. Oder zumindest hat es den Anschein. Meiner Meinung nach ist das auch beim Thema Asexualität so.

Während die traditionelleren Medien, ganz zu schweigen von der Umwelt im Allgemeinen, erst allmählich zu realisieren beginnen, dass ja, dieses komische „Online-Phänomen“, das plötzlich regelmäßig in Youtube-Videos, Facebook-Posts, auf Tumblr, in Blogs und in Foren auftaucht, vielleicht tatsächlich etwas ist, mit dem man sich mal beschäftigen sollte, bloggt, postet, twittert, diskutiert und streitet die online-Community schon fleißig weiter.

Gelegentlich liest man, oder wird verbal der Vorwurf erhoben, Asexualität sei ein „Tumblrism“, eine Mode-Erscheinung, populär gemacht durch die schnelllebige, bunte und oft übertriebene Welt der sozialen Medien. Ganz ehrlich? Das ist Blödsinn. Asexualität gab es lange vor Tumblr (oder dem Internet im Ganzen). Die sozialen Medien haben dem Begriff, und dem, wofür er steht, lediglich zu längst verdienter Aufmerksamkeit verholfen, und das ist gut so. Nicht nur sorgen sie dafür, dass mehr Leute erfahren, dass Aexualität überhaupt existiert, sie helfen der asexuellen Community auch, sich zu vernetzen und auszutauschen, klären auf, stellen Wissen, Tipps und manchmal Hilfe zur Selbsthilfe bereit.

Gerade heute bin ich durch einen Beitrag auf Acebook zufällig auf Vespers Youtube-Kanal Queer as Cat (QAC) gestoßen. Vesper beschreibt sich selbst als „30 Jahre alt, non-binary, bi/panromantisch und asexuell.“ Die Videos sind in Englisch, aber es ist gut verständlich und viele haben Untertitel. Ich finde sie großartig. Sie sind technisch nicht besonders anspruchsvoll, Vesper gibt das selbst auch zu, es gibt keine coolen Effekte, keine Hintergrundmusik, etc. Dafür sind sie sehr ehrlich, sehr persönlich. Sie beschäftigen sich mit diversen Themen, Asexualität, Geschlechterrollen und – stereotypen, Coming Out, romantischen Orientierungen, Familie, etc.

Ganz besonders gut gefallen hat mir dieses Video, in dem es um Vorurteile, Diskriminierung und die Frage wie erkläre ich Asexualität geht.

Inzwischen gibt es eine ganze Menge Youtuber, die sich gelegentlich oder regelmäßig in ihren Videos mit dem Thema Asexualität auseinandersetzen. Nach und nach werde ich in diesem Blog sicher noch mehr davon vorstellen.

Advertisements

Sport und nackte Haut

Ich habe beim Sport gerne Gesellschaft. Im Grunde genommen habe ich überhaupt gerne Gesellschaft, und beim Sport motiviert es mich, wenn ich mich nicht ganz alleine irgendwo abstrample oder abschwitze. Leider scheine ich keine Begabung für die meisten klassischen Teamsportarten zu haben, insbesondere dann nicht, wenn Bälle involviert sind. (Was mich nicht davon abgehalten hat, diverse Ballsportarten auszuprobieren). Ich spiele semi-regelmäßig Netball, aber das war’s dann auch schon mit Teamsport. Trotzdem – auch beim Laufen und/oder im Gym bin ich nicht gern allein.

Sich Sportgeräte mit einer Gruppe Polizisten zu teilen, hat viele Vorteile (wahrscheinlich noch mehr, wenn man/frau auf sportliche Männer steht). Zum Beispiel blockieren sie keine Laufbänder, während sie im Schritttempo WhatsApp-Nachrichten checken. Außerdem brauche ich auch nicht neidisch zu sein, weil ich a) sowieso nie so sportlich sein werde wie diese Jungs, ganz egal, was ich tue und es b) auch gar nicht sein muss, weil mein Job es im Gegensatz zu ihrem nicht erfordert.
Und ich habe mich beim Sport selten so sicher gefühlt.

Allerdings – die Geschmäcker sind verschieden, so auch bei der Wahl der geeigneten „Ablenkung“ beim Sport. Ich persönlich höre gerne mit geräuschausblendenden Kopfhörern Musik, zu der andere Leute tanzen (House und Trance, nicht Wiener Walzer, um das hier klarzustellen, weil es offenbar auch Leute gibt, die Wagner und Schubert für geeignete Workout-Musik halten… wer’s mag…). Meine Mit-Sportler sind mir zwar teilweise in Sachen Musikgeschmack recht nahe, mögen dazu aber auch noch Videos – von schnellen Autos, starken Kerlen, coolen Stunts, Luxusyachten und, ja, leichtbekleideten Mädels.

Und weil sie alle wirklich nett und rücksichtsvoll sind, kommt regelmäßig die Frage: „Stört’s dich?“ (… wenn ich den Fernseher anmache / lauter mache / umschalte). Oder auch – allerdings meistens eher nur angedeutet: Stört dich der Inhalt? Von wegen leichtbekleidete Frauen und so. Irgendwie finde ich diese Frage ziemlich niedlich. Man(n) hat’s ja heute auch nicht leicht – siehst du dir Bikini Babes, die vor schnellen Autos posieren an, kommst du leicht in die Gefahr Anstoß bei Frauen zu erregen oder als unsensibler Macho, der nur mit gewissen Weichteilen denkt, rüberzukommen. Ich glaube, dass sich viele Frauen genauso gerne halbnackte Kerle ansehen (mit oder ohne Autos), ist manchen Männern nicht so richtig bewusst.

Mich stören die Damen im Video jedenfalls nicht. Zum einen sind sie alle ziemlich hübsch, und man soll mir nicht nachsagen, ich wüsste weibliche Schönheit nicht zu würdigen. Zum anderen haben sie sich offensichtlich aus freiem Willen dazu entschlossen, im Bikini durch Videos zu hopsen, und mir wirft ja schließlich auch niemand vor, dass ich in meiner Freizeit gerne in knappen Shorts und rückenfreien Sporttops durch die Landschaft renne.

Das ist allerdings ein weitverbreitetes Missverständnis über asexuelle Menschen. Um dieses klarzustellen – nein, wir haben kein grundsätzliches Problem mit nackter Haut. Oder wenn, dann hat es meiner Ansicht nach nicht sonderlich viel mit unserer sexuellen Orientierung zu tun. Vielen Menschen macht Nackheit oder Halbnackheit wenig oder gar nichts aus. Anderen ist sie sehr unangenehm. Beides ist legitim. Es ist genausowenig verwerflich, seine Mitmenschen nackt sehen zu wollen, wie sie nicht nackt sehen zu wollen, oder nur einige wenige nackt sehen zu wollen, finde ich.

Ich selbst bin gegenüber Nackheit und aufreizender Bade/Unterwäsche, egal bei welchem Geschlecht, relativ indifferent. Ich habe im Prinzip auch kein Problem damit, wenn andere Leute mich im Naturzustand sehen, solange sie ihre Gedanken dazu und insbesondere etwaiges sexuelles Interesse an meiner Person für sich behalten. Was nicht heißen soll, dass ich regelmäßig nackt oder im kessen Bikini unterwegs bin. Beides  ist nachweislich nicht nur unpraktisch, sondern auch unbequem. Aber wie gesagt, manche meiner Sportklamotten sind schon ziemlich knapp.

Was uns zu einer weiteren Frage bringt, die mir gelegntlich gestellt wird: warum ziehst du dich so (aufreizend) an, wenn du mit niemandem Sex haben willst? (Diese Frage ist verwandt mit anderen wie „Warum schminken sich asexuelle Frauen?“ und „Warum will ein asexueller Mann auch ein Sixpack?“)

Zunächst einmal: ich trage die meisten meiner Klamotten, weil ich mich darin wohlfühle (und einige, weil es von mir erwartet wird). Meine kappen Laufshorts sind bequem, Punkt, aus. Luftige Tops mit wenig Träger und viel Rückenfreiheit sind es auch. Man sieht den Sport-BH? Gut. Er war teurer als die meisten meiner Hosen, und was glaubt ihr, warum die da so ein hübsches Muster draufdrucken? – Ein Pastor hat mich nach dem Gottesdienst mal darauf hingewiesen, dass es irgendwie unfair wäre, dass ich T-shirts mit Sprüchen trage, die genau über meine Brüste gedruckt sind, da müsse man(n) ja hinschauen. Woraufhin ich nur sagen konnte, dass ich ja nun auch nichts daran ändern kann, dass sie da sind, wo sie sind (die Brüste, meine ich). Das leuchtete ihm irgendwie ein. Aufreizend sind die Sprüche im Übrigen in der Regel nicht, und selbst wenn… von den Kleidern auf die Person darunter zu schließen, geht allzu oft in die Hose.
Sexuelle Orientierung schlägt sich nicht zwangsläufig im Kleidungsstil nieder. Nicht alle schwulen Männer sind modebewusst, nicht alle lesbischen Frauen stehen auf Holzfällerhemden, und asexuelle Menschen müssen nicht grundsätzlich rumlaufen, als wären sie gerade aus einer Klosterschule geflohen.

Gibt Kleidung irgendjemandem das Recht, irgendjemand anderen anzumachen? Nein. (Es sei denn, auf dem T-shirt steht „Mach mich an“, und vielleicht noch nicht einmal dann).

„Aber wenn du keine Aufmerksamkeit willst, warum ziehst du dich dann so an?“ (schminkst du dich/spielt es eine Rolle, ob du fit bist oder nicht) – Weil’s mir gefällt. Man kann auch mal Dinge nur für sich selbst tun, ohne Augenmerk auf die Außenwirkung.

Außerdem… wer hat je behauptet, dass asexuelle Menschen nicht bewundert werden möchten?

Für ihren Modegeschmack.
Für ihre sportliche Figur.
Für die schicken High Heels.
Für den perfekten Lidstrich.
Für ihren ganz eigenen Stil.
Für …

Vom Können und vom Wollen

Eine Frage, die asexuellen Menschen erstaunlich häufig gestellt wird (interessanterweise offenbar unabhängig davon, ob sie sich selbst als asexuell bezeichnen, oder nicht) ist: Kannst du Sex haben? Meistens kommt sie nicht ganz so direkt daher, sondern umgeben von mehr oder weniger schmückendem Beiwerk –

– „Hast du es denn schon mal ausprobiert?“ (Geht dich überhaupt nichts an.) –

– „Wie, du stehst nicht auf Sex? Ist ja krass. Und du bist dir sicher, dass du gesund bist… ich meine, ist mit deinen Hormonen alles okay?“ (Danke der Nachfrage, ja.) –

– „Also wie, du hast noch nie mit jemandem geschlafen? Und du willst das auch nicht? Aber du könntest…?“ (Klar, genau wie ich auch morgen mit einer Obama-Maske ins Büro gehen oder spontan aus dem dritten Stock springen könnte. Aber möchte ich das…?) –

Aber auf das Wesentliche reduziert, bleibt es dann wohl doch bei: Kannst du?

Und um das gleich mal klarzustellen: Natürlich können asexuelle Menschen Sex haben. Ebenso wie Menschen über sechzig, Menschen die unter vorübergehenden oder chronischen Krankheiten leiden, Menschen die mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung leben, Menschen die sich selbst für rundum gesund und normal halten, Menschen mit roten, schwarzen oder grünen Haaren… ihr seht was ich meine.

Soweit ich es bisher feststellen konnte unterscheiden sich asexuelle Menschen physisch in keinster Weise von nicht-asexuellen Menschen, oder jedenfalls nur insofern, wie wir uns eben alle ein bisschen voneinander unterscheiden. Es ist meines Wissens bisher noch niemandem gelungen, glaubhaft festzustellen, dass Asexualität auf eine irgendwie geartete physische Ursache zurückzuführen ist, sei es auf eine hormonelle Störung, genetische Anomalie, Fehlbildung irgendwelcher Körperteile, Vitaminmangel, sonst was.

Diesmal gibt’s ein Beispiel für Computerfans: Die Hardware ist da und voll funktionsfähig, aber die Software wurde nicht mitgeliefert.

Die Software, das ist in diesem Fall das Begehren, das Wollen.

Erfreulicherweise gewinnt ja seit ein paar Jahrzehnten weltweit die Überzeugung Freunde, dass Sex nur dann gut und richtig ist, wenn sich alle Beteiligten darin einig sind, dass sie (miteinander) Sex haben wollen. Das war beileibe nicht immer so, und ist auch längst nicht überall so. Frauen wurden und werden beispielsweise in vielen Gesellschaften nicht gefragt, ob sie Sex haben wollen, geschweige denn, mit wem. Sollten sie aber doch zu erkennen geben, dass sie gerne Sex hätten (und dann möglicherweise auch noch mit der falschen Person), drohen ihnen Repressalien von Beschimpfungen bis hin zum Tod durch Steinigung. Nicht schön. Vielen Männern geht es auch nicht viel besser, ganz besonders dann nicht, wenn sie gerne Sex mit anderen Männern hätten – männliche Homosexualität ist in über siebzig Ländern strafbar, und in vielen anderen zwar nicht strafbar, aber sozial inakzeptabel.

Aber – wir, die wir das hier schreiben und lesen, leben in der schönen neuen Welt (naja, wir arbeiten daran…), in der sich die Frage stellt, ob man eigentlich Sex haben möchte. Und genau die beantworten viele Leute mit nein. Zum Beispiel, weil sie grade keine Lust haben. Oder weil es nichts im Angebot gibt, das ihnen gefällt. Ein Raum voll mit attraktiven Single-Männern? Reizt die meisten lesbischen Frauen eher weniger…
Oder vielleicht auch, weil sie warten wollen, bis sie jemanden fürs Leben (oder zumindest für die Ehe) gefunden haben. Oder aus religiöser Überzeugung. Längst nicht alle katholischen Priester, Mönche und Nonnen sind asexuell, aber sie sollten alle zölibatär leben (dass es nicht alle tun, wissen wir).

Okay. Wenn es also durchaus vorstellbar ist, dass jemand, der nicht asexuell ist, aus welchem Grund auch immer gerade, auf bestimmte Zeit oder dauerhaft keinen Sex haben möchte, dann sollte es doch genauso nachvollziehbar sein, dass jemand, der asexuell ist, auch keine Lust hat.

Eine Gegenfrage, die ich besonders gerne stelle ist: Würdest du mit jemandem schlafen, zu dem du dich überhaupt nicht hingezogen fühlst? Mit einer Frau, auf die du gar nicht stehst? Mit einem Mann, wenn du ein heterosexueller Mann bist? Nein? Na siehst du.

Übrigens: Es gibt asexuelle Menschen die Sex haben. Einmal, zweimal, gelegentlich, regelmäßig, mit anderen, alleine, mit Männern, mit Frauen… es gibt, auch bei Abwesenheit sexueller Anziehung durchaus Gründe, Sex zu haben. Den Wunsch nach Intimität, zum Beispiel, oder danach, einem geliebten Menschen, der vielleicht nicht asexuell ist, etwas zu schenken. Neugier. Spaß an der Sache an sich, auch ohne sexuelle Anziehung. Um ein Kind zu empfangen oder zu zeugen.

Gründe gibt es genug.

Und worauf es letzten Endes ankommt, ist nicht die Frage „kannst du?“ sondern die Frage „willst du?“

Austern und anderes Getier

Wie erklärt man etwas, das nicht da ist?

Ich war in der Schule nie besonders gut in Mathe, sowohl mangels Interesse als auch mangels Begabung. Mein räumliches Vorstellungsvermögen ist nicht besonders gut, und spätestens als Anfang der zwölften Klasse Analytische Geometrie auf dem Lehrplan stand, beschloss ich es einfach aufzugeben. „Alle Geraden schneiden sich im Unendlichen,“ sagte mein Mathelehrer irgendwann, und ich fragte ihn: „Und woher wissen Sie das?“

Natürlich hatte er eine ausgezeichnete Erklärung dafür… und ich verstand nichts davon.

So ähnlich geht es vielen Leuten mit Asexualität.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele nicht aus böser Absicht abwertend oder anderweitig negativ darauf reagieren, wenn jemand sich als asexuell outet. Es ist schlicht und einfach Unverständnis, und objektiv betrachtet kann man ihnen das auch nicht verübeln – Asexualität ist, nach der derzeit gängigsten Definition, die Abwesenheit sexueller Anziehung und es ist verdammt schwer, die Abwesenheit von etwas zu erklären, noch dazu die Abwesenheit von etwas, das man nicht sehen kann.

Es ist schon schwer genug, sexuelle Anziehung zu erklären.

„Naja, ich steh halt auf den.“ – „Die ist total heiß“  – Mhm, okay, und das heißt jetzt konkret? Entgegen anders lautender Vorurteile wollen nicht-asexuelle Menschen nämlich nicht notgedrungen mit allen ins Bett gehen, die sie heiß, scharf oder sexy finden. Und oft können sie auch nicht erklären, warum genau sie eine bestimmte Person so ungeheuer (sexuell) anziehend finden.

Wie soll man da erklären, wie es ist, keine sexuelle Anziehung für gar niemanden zu spüren? Für viele Leute ist das genauso unvorstellbar wie für mich damals der Schnitt der Geraden im Unendlichen.

Ich habe festgestellt, dass man sich in vielen Fällen am besten über möglichst einfache Analogien mit vertrauten Elementen annähert. Und da ich mich persönlich sehr gerne mit Essen beschäftige, und Essensbeispiele den allermeisten Leuten zugänglich sind, kam ich irgendwann auf Austern.

Austern sind eine Familie von Muscheln mit einer besonders harten und scharfkantigen Schale, die hauptsächlich in Küstengewässern vorkommen. Die Arten, die für Menschen genießbar sind, gelten als außergewöhnlich nahrhaft, als Delikatesse und nicht zuletzt in vielen Gegenden als Aphrodisiakum. In Europa werden sie gerne roh gegessen, und da man sich beim Verzehr von rohen Muscheln üble Vergiftungen zuziehen kann, sollte man darauf achten, dass die Schale fest geschlossen ist und sich der Rand bei Berührung oder Beträufeln mit Zitrone zurückzieht – kurzum, darauf, dass die Auster noch lebt.

Ich persönlich finde die Vorstellung, ein Tier zu essen, das noch lebt – und zuckt! – ziemlich unappetittlich. Ich habe kein Problem damit, dass andere Leute Austern essen, ich finde es nicht unmoralisch oder verwerflich, aber ich verzichte gerne. Und genauso geht es mir mit Sex. Thanks, but no thanks.

Dass es Leute gibt, die nicht auf den Verzehr von rohen Muscheln stehen, leuchtet den meisten Menschen ein. Wenn man dann den Vergleich zu Asexualität zieht, geht manchen ein Licht auf.

Und wenn nicht?

Gegenfrage: Würdest du mit jemandem schlafen, den du sexuell überhaupt nicht attraktiv findest? (Viele Leute sehen bei dieser Frage eine bestimmte Person vor Augen… und die meisten verneinen.)

Mein Mathelehrer sagte damals übrigens zu mir: „Wenn Sie sich das nicht vorstellen können, müssen Sie es mir einfach glauben.“ Das ist doch eigentlich ein ziemlich guter Rat. Liebe Leute, wenn ihr euch nicht vorstellen könnt, dass wir keine sexuelle Anziehung empfinden – dann glaubt uns doch einfach. Wir wissen schon, wovon wir reden.

Links – Asexualität im Web

Nicht abschließende Auswahl von Ressourcen und Medienberichten zum Thema Asexualität. Ergänzungen willkommen!

Zum Stöbern, oder falls ihr Material braucht, das ihr Leuten zeigen könnt, die behaupten „das gibt’s doch gar nicht“ oder „das hast du dir nur ausgedacht“.

Nö. Haben wir nicht 😉

Deutsch:

AVEN – The Asexual Visibility & Education Network (Deutsch)

Asexuality.info (Deutsch)

AktivistA – Verein zur Sichtbarmachung von Asexualität

Wikipedia: Asexualität

wikiHow: Asexuelle Menschen verstehen

bento (Spiegel online) über Asexualität – Teil 1 / Teil 2

Spiegel (2012) über Asexualität

Die Zeit: Ein Ass im Bett

Deutschlandradio Kultur: Asexualität als Lebensform

Glamour: Sex? Kein Interesse!

Die Welt: „Ich sehe Menschen neutral. Sie sind einfach da.“

Die Welt: Die junge Frau, die keine Erregung empfindet

Brigitte über Asexualität

 

Englisch:

AVEN – The Asexual Visibility & Education Network

Acebook

Asexuality.info (Englisch)

What is Asexuality?

Asexuality Archive